Jun
6
2012

Die Ladezeit als Rankingfaktor bei Google

Am 22. und 23. April hatte ich über meine Bemühungen zur Ladezeitoptimierung des Blogs berichtet. Einerseits installierte ich das W3 Total Cache Plugin, das neben Caching auch browserseitige Optimierungen vornahm, sowie die Javascript-Files bündelte und komprimierte. Zudem beschäftigte ich mich auch mit einer Optimierung meines Templates und fasste viele Bilder durch CSS-Sprites zusammen, um die Anzahl der GET-Anfragen zu verringern.

Mit dem Resultat war ich damals zufrieden. Gtmetrix.com bescheinigte mich sehr gute Ladezeiten und auch gefühlt lud die Seite schneller. Allerdings erst nachdem der Server antwortete. Und hier lag das Problem. Denn der Google-Crawler war mit meinen Optimierungen überhaupt nicht zufrieden und bescheinigte mir in den Webmaster-Tools eine drastisch gestiegene Ladezeit. Das, so erkläre ich es mir heute, liegt vor allem daran, dass die Optimierungen der Bilder und Javascript-Files den Google-Bot nicht sonderlich betreffen. Bekanntlich crawlt Google textbasiert. Und die reine Antwortzeit des Server ist durch die Installation des W3 Total Cache Plugins und die zusätzlich nötige Rechenleistung für die Komprimierungen/Optimierungen nach oben geschnellt.

Durchschnittliche Ladezeit in Millisekunden

Als ich Ende Mai Wind davon bekam, ging ich auf die Fehlersuche. Der Support meines Hosters erklärte mir, meine WordPress-Installation würde des öfteren die Obergrenze des Arbeitsspeichers pro User sprengen und demnach in der Ausführung gestoppt. Also deaktivierte ich einige Plugins und ersetzte das Cache-Plugin durch WP Super Cache in Verbindung mit WP Widget Cache. Und siehe da: der Crawler ist wieder zufrieden. Das liegt teils auch am aktivierten Preload, das die letzten X Seiten immer im Cache hält. Andererseits ist der RAM-Verbrauch deutlich gesunken.

W3 Total Cache ist wahrscheinlich für große Blogs mit eigenem Root-Server und vielen Besuchern eine Hilfe. In meinem Fall verschlechterte es die Situation nur. Vielleicht lag es auch nur an einer unvorteilhaften Konfiguration von W3 Total Cache in  Kombination mit meinem Shared Server. Ich nahm mir aber nicht mehr die Zeit das Ganze genauer zu analysisieren, denn (und jetzt kommen wir zum eigentlichen Thema) meine Besucherzugriffe über Google sind durch die hohe Ladezeit stark gesunken.

Ladezeit und Besucherzahl zeitlich aufgetragen.

Zwar hatte ich Anfang Mai etwas wenig Zeit Artikel zu schreiben und hatte auch entsprechend geringere Aktivität erwartet, doch besserte es sich auch bis Ende Mai nicht. Ich schließe also daraus, dass Google die Ladezeit relativ stark gewichtet, besonders wenn es sich „nur“ um ein Weblog, von dem es viele ähnliche gibt, handelt.

Die Ladezeit ist wie erwähnt mit WP Super Cache wieder deutlich gesunken und auch die Besucherzahlen steigen wieder langsam. Ich erwarte, dass sich diese in einigen Wochen wieder auf dem ursprünglichen Niveau befinden.

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit hohen Ladezeiten gemacht? Wie lief es bei euch?

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Über den Autor:

Als technikbegeisterter Physikstudent befasse ich mich gerne in meiner (teilweise spärlichen) Freizeit mit den neuesten Technik und IT Trends. Ich möchte auf meinem Blog Retracked.net einige meiner Recherchen oder einfach nur Themen, die ich spannend finde, mit euch teilen.

5 Kommentare + Kommentar hinzufügen

  • Nanana. Wer veröffentlicht denn da einen Graph ohne Achsenbeschriftung… ;-)

    • Haha hast Recht, ich bekenne mich für schuldig ;)

  • Ich hätte da einige Fragen zu WP Super Cache. Könntest du vielleicht Deine Einstellungen posten? Welche Methode zum Caching nutzt Du?

  • Das W3 Plugin ist absolut zu viel für kleinere Blogs, das musste ich bei mir auch feststellen, deswegen schadet es meines Erachtens mehr, als das es nützt. Ich nutze derzeit Cachify von Sergej Müller und bin äußert zufrieden damit…

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