Okt
29
2011

250 Jahre alte Geheimschrift entschlüsselt

Informatiker haben ein komplett verschlüsseltes Buch aus dem 18. Jahrhundert entschlüsseln können. Die Forschern von Universitäten in den US und Schweden sind damit die ersten, die den Text des Buches, das nach dem Kalten Krieg in einem Ostberliner Archiv aufgetaucht ist, lesen konnten.

Zwei Seiten des Codex Copiale (Bild: Universität Uppsala)

Die Probleme

Das knifflige an der Entschlüsselung war die Vermischung von lateinischen, griechischen und frei erfundenen Symbolen. Erst spät stellte sich heraus, dass die lateinischen und griechischen Zeichen keinerlei Bedeutung haben und der gesamte Text in den verbleibenden Zeichen steckt. Zusätzlich erschwerte die Unkenntnis über die Sprache des verschlüsselten Texts die Auswertung.

Der Durchbruch

Doch mittels entsprechender Software konnten die Forscher die deutschen Wörter „Zeremonien der Initiation“ und „Geheimer Teil“ isolieren und damit den restlichen deutschen Text entschlüsseln. Das Buch handelt von einer Geheimgesellschaft, die, obwohl selbst nicht Ärtzte, eine Faszination für Augenheilkunde hatte. In der ersten entschlüsselten Seite wird der Aufnahmeritus in die Gesellschaft beschrieben.

Ein Teil des entschlüsselten Texts (Bild: Universität Uppsala)

Quelle: www.golem.de

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Als technikbegeisterter Physikstudent befasse ich mich gerne in meiner (teilweise spärlichen) Freizeit mit den neuesten Technik und IT Trends. Ich möchte auf meinem Blog Retracked.net einige meiner Recherchen oder einfach nur Themen, die ich spannend finde, mit euch teilen.

1 Kommentar + Kommentar hinzufügen

  • Mich würde interessieren wie die lateinischen und griechischen Elemente dort mitgewirkt haben – hatten sie wirklich nichts zu bedeuten oder hat man diese auch schon isoliert betrachtet?? .. das könnte vielleicht eine zweite Bedeutung haben.. So war es zumindest in einem Text von 1734 den man in Italien gefunden hat..

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